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Sakramente / Firmung |
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Firmung
Die Firmung ist eines der sieben Sakramente. Geschichtlich und inhaltlich ist dieses Sakrament mit der Taufe verwandt und wird zum Beispiel in der Ostkirche heute noch zusammen mit der Taufe gespendet. In der Taufe empfängt der Christ "den "Geist Gottes". Die Firmung greift diesen Teilaspekt des Taufgeschehens auf und verselbständigt ihn. Die Ursachen liegen in der früh in der Kirche sich durchsetzenden Praxis der Kindertaufe. Während die Kindertaufe einerseits den Geschenkcharakter der Gotteskindschaft deutlich macht, kommt hier der ergänzende Gedanke der freiwilligen, persönlichen Zustimmung des Christen entschieden zu kurz. Die Firmung, die im Idealfall einem Erwachsenen gespendet wird, in der Regel jedoch den Jugendlichen (zwischen 14-16 Jahren), stellt darum die bewußte und freiwillige Entscheidung für den Glauben in die Mitte. Mit dieser Entscheidung ratifiziert der Firmling nachträglich das Taufversprechen, daß bei seiner (Kleinkind-)Taufe stellvertretend für ihn Eltern und Taufpatenabgegeben hatte. Firmung 2004 – ein Rückblick Das vergangene Jahr war für fast 100 junge Menschen aus unserem Pastoralverbund ein ganz besonderes Jahr. Sie haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht mit dem Ziel, ihren Glauben zu vertiefen und das Firmsakrament zu empfangen. Die Vorbereitung Regelmäßig haben sich die Firmbewerber-Innen in den Gruppen der einzelnen Gemeinden getroffen und einander besser kennen gelernt. Begleitet wurden sie dabei von 36 Katechetinnen und Katecheten. In diesen Gruppen hatten die Firmbewerber-Innen in der Begegnung untereinander und mit den KatechetInnen, aber auch im ganz konkreten gemeinsamen Tun, die Möglichkeit ihr Leben ins Gespräch zu bringen, mehr und tiefer von Jesus Christus und seiner Botschaft zu erfahren; dort haben sie versucht, einander den eigenen Glauben mitzuteilen und das Wirken des Heiligen Geistes in jedem Menschen und in der Kirche zu erfassen. Neben diesen Gruppenstunden haben sich die FirmbewerberInnen zum Teil mit anderen Jugendlichen unseres Pastoralverbundes in Projekten engagiert und einen Bereich der Gemeinden intensiver angeschaut: „Lego Vision“ - den eigenen Traum von Kirche mit Legosteinen verwirklichen; „Denkst du denn da genauso?“ – in Gesprächen herausfinden, wie und aus welchem Glauben heraus, die Menschen eurer Gemeinde ihr Leben gestalten; „Feiernde Gemeinde erleben“ – in der Mitgestaltung des Pfarrfestes; Unterstützung der Küsterin; Mithilfe im Pfarrbüro; „Was bewegt dich“ – ein Gespräch mit Priesteramtskandidaten; „Leben und Glauben teilen“ – ein gemeinsames Wochenende. Zudem ist ein essentieller Teil der Firmvorbereitung das alltägliche Mitleben in der Gemeinde und das Mitfeiern der sonntäglichen Eucharistiefeier, als Mittelpunkt der Gemeinde. Nach dieser Intensivzeit luden wir die jungen Christen ein, sich zu entschieden, ob sie das Firmsakrament empfangen möchten, um ihr Leben weiterhin aus dem Glauben heraus gestalten zu können und lebendiges Mitglied der Kirche zu sein. In drei Firmfeiern konnten wir im September und Oktober dann mit den Jugendlichen ihre Firmung feiern. Wie sieht diese Vorbereitungszeit im Rückblick aus? Was hat sich getan? Zunächst stellvertretend zwei persönliche Reflexionen von einer Neugefirmten und einer Firmkatechetin: Sophia Hoffmann (Neugefirmte Gehrden) schreibt: „Anfang des Jahres kam sie einfach ins Haus geflattert: Die Einladung zur Firmung. Beim ersten Treffen aller wurden wir, Firmbewerber und Firmbewerberinnen, erstmal in zwei Gruppen, die durch die unterschiedlichen Leitern und Leiterinnen betreut wurden, eingeteilt. Es war eine sehr schöne Vorbereitungszeit, wir hatten viel Spaß. Zwischen Projekten wie z.B. „Pfarrfest“, „Wochenende im Kloster“ oder „Das Küsteramt“ u.A. bereiteten wir uns natürlich auch geistig auf die Firmung vor. Schwester Marlena, Pastor Röttger und die Leiter gaben uns das Gefühl, dass wir alt genug sind, alleine ohne unsere Eltern auf die Firmung hinzuarbeiten. Nach und nach kam die Zeit, sich über das eigentliche Fest Gedanken zu machen. Zusammen überlegten und planten wir, damit alles so weit wie möglich perfekt war. Dazu gehörte auch die Beichte. Alle waren aufgeregt, doch es hat alles geklappt. Natürlich waren dann alle zufrieden und glücklich. Ich denke, ich spreche im Namen aller Firmlinge 2004, wenn ich sage, dass wir eine schöne Firmung hatten. Als Firmkatechetin sieht Eva Hartmann (Erkeln) die Vorbereitungszeit heute so: „Die Firmvorbereitung in Erkeln lief dieses Jahr ganz anders als die Jahre zuvor. Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber trafen sich schon einige Monate zuvor mit uns, den Katechetinnen, zu Gruppenstunden, in denen wir uns mir dem Sakrament der Firmung auseinander setzten. Das hört sich jetzt vielleicht etwas trocken und langweilig an, aber das war es überhaupt nicht. In unseren Treffen lief es immer so ab, dass wir uns in einem gemeinsamen Stuhlkreis zusammensetzen, jeder durfte sich frei einbringen und sich an den verschiedenen Themen, wie z.B. der Heilige Geist, Freunde und Familie, Glaube, Jesus und Gott auslassen. Wir waren immer begeistert wie aktiv sich die Jugendlichen in das Geschehen mit eingebracht haben. Es gab Höhen und auch Tiefen, aber im Allgemeinen glaube ich, dass diese Vorbereitung ein großes Stück Zuversicht auf das Kommende gewesen ist. Darüber hinaus haben sich auch noch tiefere Freundschaften entwickelt, die Jugendlichen haben sich sogar noch einige Zeit nach der Firmung als Gruppe zusammengesetzt, miteinander aus eigener Initiative ein Frühstück und am Erkelner Weihnachtsmarkt einen Stand organisiert. Außerdem ist ein gemeinsames Kaffeetrinken der Katechetinnen und der Firmlinge geplant, indem wir noch einmal zusammen auf die gemeinsame Zeit vor der Firmung zurückblicken möchten.“ Soweit die beiden persönlichen Reflexionen. Insgesamt kann man wohl sagen, dass es für alle – Firmbewerber-Innen, KatechetInnen, Pastoralteam und hoffentlich auch für die Gemeinden – eine Intensivzeit war. Überall war die offene und tiefe Atmosphäre spürbar, die sich, auch wenn es hin und wieder einige Stolpersteine gab, in den Gruppen entwickeln konnte. Die meisten jungen Menschen fragen, sie fragen nach Sinn und Glauben, sie fragen uns an und sie konnten in den Gruppen einen Raum für diese Fragen finden. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und Glauben wurde hier möglich dank des großen Engagements der KatechetInnen und dank ihrer Bereitschaft, sich selber und ihren Glauben einzubringen. Auch durch den Einsatz der ProjektbegleiterInnen kam einiges ins Rollen und es wurde deutlich, wie lebendig unsere Gemeinden sind. Ihnen allen an dieser Stelle noch einmal ein herzliches „Danke“ und „Vergelt´s Gott“ Die Erfahrungen und Begegnungen während dieser Zeit sowie die gemeinsame Feier des Wirken Gottes in unserer Mitte – gibt das nicht das Vertrauen und die Kraft, gemeinsam den Weg in die Zukunft zu gehen? fragt Sie Sr. Marlena |
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