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Die Klostergeschichte

Das Kloster in Gehrden hat in seiner wechselvollen Geschichte zwischen 1142 und 1810 eine große Bedeutung für Gehrden und seine Umgebung gehabt. Hatte es doch einen weitverzweigten Besitz, der durch Schenkungen und durch die Mitgift der meist adeligen Insassen zustandegekommen war. Es kam sogar zur Gründung von Tochterklöstern: Kemnade (1194), Dalhausen (1305, Propstei) und Kaufungen (1509).

 Mitte des 17.Jhs. hatte das Kloster folgendes Personal: 25 Chor- und 16 Laienschwestern, außerdem 1 Propst, 1 Pastor, 1 Kaplan, 1 Schreiber, 18 Knechte und 7 Mägde. Es hatte auch eine Schule, in der Lesen, Schreiben, Psalmengesang sowie Sticken und Weben gelehrt wurden, und ein Skriptorium, in dem wertvolle Bücher entstanden, u. a. eines mit der Ordensregel des hl. Benedikts.

Am 19.9.1805 besuchte die achtjährige Annette von Droste-Hülshoff mit ihrer Mutter das Kloster, und zwar auf dem Weg zur Tante Sophie im Adeligen Damenstift Heerse (Neuenheerse).

Seit der 1810 in Gehrden durchgeführten Säkularisation war die Kirche nur Pfarrkirche. Der Klosterbesitz fiel an Jérôme, den König von Westfalen, in Kassel. Dieser verkaufte ihn im selben Jahr für 350.000 Fr. an seinen Hofzeremonienmeister, den Grafen Bocholtz. Von ihm erwarb es 1830 der Graf Sierstorff in Bad Driburg. 1933 wurde der ehemalige Klosterbesitz aufgeteilt und an Siedler verkauft, mit Ausnahme der Wohngebäude. Diese sind heute im Besitz des Kath. Familienerholungswerkes der Diözese, das hier Kurse zur Erholung und Bildung für Familien und Senioren abhält.


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