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Kirchenführer der Klosterkirche in Gehrden von H. Dohmann


Im Jahre 1142 schenkte der Edelherr Heinrich von Gehrden seinen Besitz den auf der Iburg bei Bad Driburg lebenden Nonnen. Diese gründeten daraufhin in Gehrden ein Benediktinerinnen-Kloster. Um 1180 wurde die Kirche hier als deren Klosterkirche aus Kalkgestein der Heimat erbaut. Sie ist die besterhaltene romanische Kirche unserer Region.

Ihr Turm wurde etwa 50- 60 Jahre später errichtet. Er besaß einen gotischen Treppengiebel und war ursprünglich nicht mit dem heute vorhandenen Dachreiter versehen. Die Formen seiner Fenster weisen schon auf die Gotik hin.

Wir treten durch ein niedriges Portal aus der lauten Welt in einen dämmrigen Raum der Stille und des Gebetes ein. Die Tür darin trägt wertvolle Eisenbeschläge und hat einen kunstvoll gemeißelten Klopfer mit Dämonengesicht. Dieses und die es umgebenden vier Füchse, die sich in den Schwanz beißen, sollen wohl hier am Eingang kundtun, daß sie als Vertreter der unerlösten Welt draußen bleiben müssen. Die Eintretenden sollen sich dadurch ihres Privilegs bewußt werden. 

Diese Arbeiten entstanden um 1250.


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